„Der Mann-Elefant“ von Hartwell James und John R. Neill ist eine illustrierte Sammlung afrikanischer Märchen, die Anfang des 20. Jahrhunderts zusammengestellt wurde. Sie präsentiert Volksmärchen voller Magie, Tiere und Schurken und basiert auf der Erzählkunst südlich der Sahara – sie erzählen lebendige Abenteuer mit klaren Botschaften über Mut, List und Gerechtigkeit. Das Buch enthält fünf Geschichten. In „Der Mann-Elefant“ heiratet Parle einen gutaussehenden Fremden, der in Wirklichkeit ein unter einem Zauber stehender Elefant ist. Er zwingt sie, endlos zu kochen, bis ihre Brüder eintreffen; schließlich gelingt es ihr mit einem magischen Amulett, die Felsen auseinanderzutreiben und den Elefanten zurückzulassen. In „Der Meisterweber“ folgt der berühmte Jäger Malla einer Spinnendecke, nachdem seine Frau die Magie seines Speers geschwächt hat. Unter der Anleitung einer Spinne entwickelt er Jagdnetze sowie feine Webwaren aus Gras und wird dadurch erfolgreich – dabei gibt er jedoch der Spinne den Ruhm als wahren Meister. In „Der fliegende Löwe“ lernt Prinzessin Pearl Blossom vom Geist Gulu, wie man einen unsichtbaren Umhang herstellt. Mit Hilfe von Krähen und einer großen Frösche zerstört sie schließlich das aus Löwenknochen gebaute Haus des Löwen – dadurch verliert dieser seine Flügel und ihre Leute werden befreit. König Mungo erzählt die Geschichte eines Pavianenkönigs, der von seinem Schakalminister getäuscht wird und eine Reihe von Strafen anordnet, die die weltweiten Feindseligkeiten verstärken – doch dadurch verliert er seine Würde. „Onkel Löwe“ zeigt, wie der Schakal Kanja von der klugen Frau eines Widderes überlistet wird; anschließend gewinnt er wieder die Oberhand, indem er Fische aus Wagen stiehlt und eine gierige Hyäne täuscht – dies erklärt auch den Ausdruck „den Löwenanteil“.