„Die Wunder unseres Herrn“ von George MacDonald ist eine theologische Untersuchung der von Jesus vollbrachten Wunder, die Ende des 19. Jahrhunderts verfasst wurde. Das Buch beginnt mit einer Einleitung, in der der Autor seine Absicht erläutert, die Bedeutung dieser Wunder als Manifestationen Gottes Willen und Natur zu erforschen. MacDonald geht davon aus, dass diese Wunder einen doppelten Zweck erfüllen: Sie verdeutlichen Jesu göttliche Autorität und liefern Einblicke in den Charakter Gottes sowie in die Natur der Schöpfung selbst. Die Einleitung legt somit eine Grundlage für das Verständnis dieser Wunder und betont deren Rolle bei der Enthüllung tieferer Wahrheiten über die Beziehung des Menschen zu Gott. Der Autor drückt dabei sowohl Ehrfurcht als auch Neugier aus und hinterfragt die Natur des Glaubens sowie des spirituellen Verständnisses. Er argumentiert, dass wahrer Glaube nicht nur darin besteht, an Wunder zu glauben, sondern vielmehr eine tiefere Verbindung zum Göttlichen anzustreben. Macdonalds Reflexionen über diese Wunder – einschließlich Jesu erstes Wunder bei der Hochzeit in Kana – deuten darauf hin, dass es sich dabei nicht nur um physische Heilungen handelt, sondern auch um die transformative Kraft der Liebe sowie die göttliche Präsenz im Alltag. Durch seine Schreibweise lädt MacDonald die Leser ein, über die weiterreichenden Implikationen dieser Wunder nachzudenken und deren Relevanz für das menschliche Erleben des Glaubens und der Heilung zu erkennen.