„Religion und Kunst im alten Griechenland“ von Ernest Arthur Gardner ist eine wissenschaftliche Veröffentlichung, die vermutlich Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden ist. In diesem Werk wird detailliert untersucht, wie Religion und künstlerische Ausdrucksformen – insbesondere durch die Skulptur – in der griechischen Kultur miteinander verbunden waren. Gardner analysiert, auf welche Weise das griechische Pantheon die künstlerischen Bemühungen sowie das öffentliche Leben beeinflusste, und betont dabei die Entwicklung künstlerischer Ideale und des religiösen Verständnisses. Der Einstieg des Textes führt in die komplexe Beziehung zwischen Religion und Kunst im alten Griechenland ein und weist darauf hin, dass sich viele zeitgenössische Forschungen auf primitive Rituale konzentriert haben – doch dieser Ansatz riskiert, die lebendigen Darstellungen der olympischen Götter zu übersehen, die das griechische Kultusleben und die künstlerische Gestaltung maßgeblich prägten. Gardner erörtert außerdem die Ursprünge des Idolatriens sowie die anthropomorphen Darstellungen der Götter und zeigt auf, wie diese Bilder nicht nur rituelle Funktionen erfüllten, sondern auch die Schönheitsvorstellungen und religiösen Praktiken jener Zeit beeinflussten. Damit legt er den Grundstein für eine umfassendere Analyse verschiedener Aspekte der Religion – populärer, offizieller, poetischer und philosophischer – sowie ihrer Wechselwirkungen mit künstlerischen Ausdrucksformen und lädt die Leser schließlich ein, kritisch über die Bedeutung dieser Zusammenhänge nachzudenken.