„Terre-Neuve und die Einwohnerinnen Neufundlands“ von Henri de La Chaume ist ein Reisebericht, der vermutlich Ende des 19. Jahrhunderts verfasst wurde. Das Werk schildert die Erfahrungen und Beobachtungen des Autors während seines Aufenthalts in Neufundland und konzentriert sich dabei auf die Geographie, das Klima, die Flora und Fauna sowie das soziale Leben der Einheimischen. Durch eine aufrichtige und beschreibende Darstellung möchte der Autor Einblicke in dieses oft übersehene, aber charaktervolle Land geben. Der Beginn des Reiseberichts besteht aus den Reflexionen des Autors über einen Brief, an dessen Verfassung er bereits drei Jahre zuvor begonnen hatte – dies spiegelt seine Nostalgie sowie das Vergängliche der Zeit wider. Er führt den Leser in seinen Wohnort St. John’s auf Neufundland ein und beschreibt lebhaft die zerklüftete Küste, die besonderen Wetterbedingungen sowie die vielfältige Tierwelt der Insel. Bei der Schilderung seiner Reise nach Neufundland zeichnet er ein Bild der Landschaften, des lebendigen – aber auch herausfordernden – Klimas und gibt Hinweise auf die sozialen Strukturen innerhalb der Gemeinschaft. Die ersten Kapitel verbinden persönliche Betrachtungen mit einer Beschreibung der natürlichen Schönheit sowie der Schwierigkeiten des Lebens in diesem abgelegenen Teil Kanadas und bilden somit eine lebendige Grundlage für die folgenden Erzählungen.