„Leitfaden zur byzantinischen Geschichte“ von Paulos Karolides ist ein historisches Werk, das Anfang des 20. Jahrhunderts verfasst wurde. Dieses Buch dient in erster Linie als Lehrbuch für Philologiestudenten und bietet einen praxisnahen Überblick über die byzantinische Geschichte, der auch zentrale Elemente der mittelalterlichen Geschichte einbezieht. Es schließt eine Lücke in den verfügbaren Lehrmaterialien zum Studium der byzantinischen Geschichte und stellt einen kurzen, doch umfassenden Leitfaden zu diesem Thema dar. Der Einleitungsteil des Buches klärt dessen Zielsetzung und Umfang: Obwohl es sich um ein umfassendes Lehrbuch für Studenten handelt, strebt es nicht danach, ein erschöpfend wissenschaftliches Werk zu sein. Karolides betont die historische Bedeutung der byzantinischen Geschichte als Fortsetzung der antiken römischen Geschichte und beschreibt die Entwicklung des Byzantinischen Reiches seit der Gründung Konstantinopels. Er erörtert außerdem die kulturellen und politischen Wechselwirkungen zwischen dem Oströmischen Reich und der griechischen Bevölkerung und betont den Wandel der Identität von römisch zu byzantinisch über einen Zeitraum von mehr als einem Jahrtausend – ein Prozess, der im Fallfall des Reiches im Jahr 1453 gipfelte.