„Die Wahrheit über Opium“ von William H. Brereton ist eine kritische Untersuchung und Verteidigung des Opiumhandels in Indochina, die Ende des 19. Jahrhunderts verfasst wurde. Das Werk dient als Widerlegung der Behauptungen der Anti-Opium-Gesellschaft und widerlegt angebliche Fehlvorstellungen über das Rauchen von Opium sowie dessen Auswirkungen auf die chinesische Bevölkerung. Der Autor stützt sich auf seine umfangreichen Erfahrungen in Hongkong und stellt die gängige Darstellung von Opium als schädliches Substanz sowie den damit verbundenen Handel als ausbeuterisch in Frage. Zu Beginn des Textes legt Brereton seine Qualifikationen dar und betont sein eigenes Erleben aus vielen Jahren im Hongkong, wo das Rauchen von Opium eine gängige Praxis ist. Er wendet sich gegen die Missverständnisse der Anti-Opium-Befürworter und behauptet, dass deren Ansichten auf Hörensagen beruhen und nicht auf direkten Erfahrungen mit den Realitäten des Opiumkonsums in China basieren. Brereton möchte die Situation rund um Opium und seinen Handel klären und argumentiert, dass Behauptungen über weit verbreitete Sucht oder gesellschaftliche Zersetzung übertrieben und unbegründet seien. Der einleitende Teil bereitet den Weg für eine detaillierte Untersuchung der sozioökonomischen Dynamiken des Opiumkonsums in China sowie der Auswirkungen der Anti-Opium-Bewegung und betont, dass das Substanz bei mäßigem Gebrauch keinerlei erheblichen Schaden verursacht.