„Miracles“ von Alain-Fournier ist ein introspektiver Roman, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts verfasst wurde. Das Werk setzt sich mit den Themen Erinnerung, Idealismus und dem schwer fassbaren Wesen der Wirklichkeit auseinander und erforscht die Komplexität menschlicher Gefühle und Beziehungen. Im Mittelpunkt der Erzählung steht Alain-Fournier selbst, dessen Leben und Bestrebungen den gesamten Text durchziehen, ebenso wie seine Freundschaften und Überlegungen zu Liebe und Kunst. Der Beginn von „Miracles“ schlägt einen nachdenklichen Ton an, indem er einen Erzähler einführt, der von seiner tiefen Verbundenheit mit Alain-Fournier berichtet, die während ihrer Schulzeit entstand. Die Abschnitte geben Gespräche über Literatur und Freundschaften sowie die seelischen Nöte Fourniers wieder, insbesondere im Zusammenhang mit seinen unerfüllten Wünschen und idealisierten Vorstellungen von Frauen. Im Laufe ihrer Freundschaft beobachtet der Erzähler Fourniers Leidenschaft für Dichtung und Literatur – insbesondere für die symbolistische Bewegung –, die das komplexe Geflecht ihrer jugendlichen Selbstbetrachtung und emotionalen Suche widerspiegelt. Der Anfang bereitet den Boden für eine eingehendere Auseinandersetzung mit Fourniers literarischem Weg, seinen Beziehungen und seiner Suche nach Sinn inmitten der flüchtigen Illusionen des Lebens.