„Rime di Tullia d’Aragona, cortigiana del secolo XVI“ von Tullia d’Aragona ist eine Gedichtsammlung aus der Renaissancezeit, die vermutlich im 16. Jahrhundert verfasst wurde. Dieses Werk schildert das Leben und die Erfahrungen Tullia d’Aragonas – einer Kurtisane, die sich mit den Komplexitäten der Liebe, gesellschaftlicher Normen sowie der künstlerischen Ausdrucksformen ihrer Zeit auseinandersetzte und dabei oft Themen wie Verlangen und intellektuelle Gemeinschaft thematisierte. Der Beginn des Textes gibt Einblicke in den Kontext der Renaissance sowie die Rolle der Kurtisane und erörtert die historische Bedeutung von Persönlichkeiten wie Tullia im sich verändernden kulturellen Umfeld jener Epoche. Zudem wird die Entwicklung der Identität der Kurtisane beschrieben – sie wird sowohl als Objekt des Verlangens als auch als intellektuelle Gleichgestellte mit den gebildeten Frauen ihrer Gesellschaft dargestellt. Der Text deutet zudem auf Tullias Herkunft und Ausbildung hin und legt nahe, dass sie sich durch ihren Witz, ihren Charme sowie ihr literarisches Talent über ihre umstrittene Stellung erhoben hat – während sie mit ihrer Identität und ihren Beziehungen in einer von Männern dominierten Welt kämpfte.