„Das ägyptische Buch des Todes“ von P. Le Page Renouf und Edouard Naville ist ein historischer Text sowie ein religiöses Dokument, das aus verschiedenen Epochen der alten ägyptischen Zivilisation zusammengestellt wurde. Wahrscheinlich zwischen dem Alten Reich und der ptolemäischen Periode verfasst, umfasst dieses Werk Zauberformeln, Hymnen und Gebete, die dazu dienen sollen, den Verstorbenen auf ihrem Weg ins Jenseits zu begleiten und ihnen Auferstehung, ewiges Leben sowie die Gunst der Götter zu versprechen. Der Text spiegelt die tiefgreifenden Überzeugungen der Ägypter bezüglich des Jenseits sowie die Bedeutung angemessener Rituale wider – Rituale, die einen sicheren Übergang ins ewige Leben gewährleisten sollen. Am Anfang des Textes finden sich Transkripte und Anmerkungen, die auf eine sorgfältige Erhaltung der ursprünglichen Hieroglyphen sowie auf Kommentare zu textuellen Abweichungen hinweisen. Die ersten Kapitel behandeln grundlegende Themen wie Auferstehung und den Eintritt in das Jenseits; sie enden mit Bitten an Gottheiten wie Osiris und Thoth um Hilfe bei der Bewältigung der Herausforderungen der Unterwelt. Jedes Kapitel dient als Leitfaden für den Verstorbenen und enthält mächtige Beschwörungsformeln sowie Aussagen, die seine Identität als Osiris oder als von den Göttern bevorzugter Mensch unterstreichen – was die Überzeugung der Ägypter von der Transformation des Menschen nach dem Tod sowie von der Gemeinschaft mit göttlichen Kräften verdeutlicht.