„Erster Biologiekurs“ von L. H. Bailey und Walter Moore Coleman ist ein Lehrbuch für Biologie an weiterführenden Schulen, das Anfang des 20. Jahrhunderts verfasst wurde. Es behandelt die Biologie von Pflanzen, Tieren und Menschen als ein einheitliches, praxisorientiertes Fach, bei dem Beobachtungen, Experimente sowie der Zusammenhang mit dem Alltag Vorrang vor auswendig gelernten Fakten haben. Die Leser finden klare Erklärungen, zahlreiche Übungen für den Unterricht und in der Natur sowie eine ökologische Perspektive, die Struktur und Funktion in Verbindung mit ihrer Umwelt setzt. Der Einstieg des Lehrbuchs trägt einen reformorientierten Charakter; es befürwortet einen einheitlichen Biologieunterricht für Schülerinnen und Schüler und skizziert flexible Wege, um Themen zur Pflanzen-, Tier- und Menschenbiologie zu strukturieren. Eine allgemeine Einführung vermittelt grundlegende Kenntnisse in Chemie und Physik anhand einfacher Experimente – unter anderem zum Testen von Säuren und Basen, Stärke, Zucker, Proteinen und Fetten, zur Herstellung von Sauerstoff sowie zur Untersuchung der Oxidation. Die Abteilung zur Pflanzenbiologie beginnt mit dem Thema Variation, Anpassung an die Umwelt und Selektion (einschließlich menschlicher Züchtungsmaßnahmen), geht dann auf pflanzliche Gesellschaften, Pflanzenteile sowie Lebenszyklen ein und behandelt anschließend Themen wie Samen und Keimung anhand praktischer Untersuchungen mit Bohnen, Rizinusbohnen, Mais und Nadelbäumen. Abschließend werden Wurzelnformen und -funktionen erläutert – einschließlich der Aufteilung in Saugwurzeln und Faserwurzeln, der Bedeutung von Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Osmose sowie der Rolle stickstofffixierender Knöllchen. Der Lehrband endet mitten in einer Diskussion über die Struktur von Wurzeln.