„False Face“ von Ernest Haycox ist eine Western-Kurzgeschichte, die Anfang des 20. Jahrhunderts verfasst wurde. Die Handlung spielt inmitten eines vom Gerede angeheizten Landrauschs im Zentralen Oregon und handelt von einem ehemaligen Ladenbesitzer, der nun als Deputy tätig ist. Seine Aufgaben bestehen darin, Diebstähle in Camps zu verhindern, einen fälschlich beschuldigten Cowboy zu entlasten und den wahren Täter aufzudecken. Als eine Gruppe von Siedlern in seinen Laden strömt und ein dreister Geldbeuteldiebstahl Gerüchte über Lynchjustiz hervorruft, ernennt Sheriff Bart McKenzie Dave Budd zu seinem Deputy. Der mürrische Reiter Sam leitet die Ermittlungen und „findet“ schließlich den gestohlenen Geldbeutel in der Ausrüstung des feurhaarigen Bill – einem Mann, der eine junge Frau umwarb, die auch Sam begehrte. Als Budd Verdacht schöpft, fesselt er Bill leicht und lässt ihn entkommen. Anschließend stellt er eine Falle auf, indem er Bargeld in einer Zigarrenkiste zurücklässt und im Dunkeln wartet. Sam schleicht sich ein, um zu stehlen – wird jedoch von Budd erschossen, wodurch dieser als der wahre Täter entlarvt wird. Bill weist schließlich auf Sams Versteck hin; die Gruppe akzeptiert die Wahrheit und der unschuldige Mann wird freigesprochen.