„Landwirtschaftliche Zoologie“ von J. Ritzema Bos ist ein wissenschaftliches Handbuch, das Ende des 19. Jahrhunderts verfasst wurde. Es gibt einen Überblick über das Tierreich mit Schwerpunkt auf Arten, die die Landwirtschaft schädigen oder fördern, und bietet Lernenden sowie landwirtschaftlich tätigen Menschen klare Identifikationshilfen, biologische Informationen sowie praktische Anmerkungen. In den Vorworten des Autors und des Übersetzers wird das Ziel sowie die Zielgruppe des Buches erläutert; die Einleitung von Eleanor A. Ormerod unterstreicht dessen praktischen Wert. Eine detaillierte Inhaltsübersicht zeigt, dass das Buch ein breites Spektrum abdeckt – von Wirbeltieren über Protozoen bis hin zu anderen Tiergruppen. Anschließend werden die zoologischen Klassifikationssysteme sowie die binomiale Benennung erklärt. Danach folgt eine kurze Einführung in die Anatomie und Physiologie der Wirbeltiere (Knochenbau, Muskeln, Nerven, Verdauung, Kreislauf und Atmung, Fortpflanzung einschließlich der Generationenwechsel) sowie Informationen darüber, wie sich die Herzstruktur bei verschiedenen Wirbeltiergruppen unterscheidet. Im weiteren Verlauf des Buches werden Säugetiere behandelt, die für die Landwirtschaft relevant sind: Katzen, Hunde, Füchse sowie Marderartige; dabei werden sowohl Schäden als auch Vorteile dieser Tiere ausführlich erörtert. Insektenfressende Tiere wie Spitzmäuse, Maulwürfe und Igel werden größtenteils als nützliche Partner für die Landwirtschaft dargestellt; Fledermäuse gelten als wertvolle nachtaktive Insektenjäger. Schließlich werden Nagetiere behandelt – Hasen und Kaninchen sowie Mäuse und Ratten – mit kurzen Identifikationsangaben sowie Beschreibungen ihrer typischen schädlichen Auswirkungen auf die Landwirtschaft. Der erste Teil des Buches endet mit einer ausführlichen Diskussion über verschiedene Mäuse- und Rattearten sowie deren Auswirkungen auf die Landwirtschaft.