„Beobachtungen zu den Prophezeiungen Daniels und der Apokalypse des heiligen Johannes“ von Sir Isaac Newton ist eine theologische Analyse, die Anfang des 18. Jahrhunderts verfasst wurde. Das Werk untersucht die prophetischen Texte des Buches Daniel und der Offenbarung und erörtert ihren historischen Kontext sowie ihre Bedeutung im Christentum. Newton bemüht sich darum, die in diesen Büchern vorkommenden Visionen, Symbole und prophetische Sprache zu erläutern, um ein tieferes Verständnis ihrer Auswirkungen auf die Zukunft zu ermöglichen. Zu Beginn seiner Darstellung betont Newton die Bedeutung der prophetischen Schriften, beschreibt den historischen Hintergrund des Alten Testaments und erörtert, wie die prophetische Botschaft sich auf das politische und geistliche Geschehen seiner Zeit auswirkt. Er geht außerdem auf die Herausgeber der biblischen Texte sowie die Bedeutung des Gesetzes ein, das während der Herrschaft König Josias entdeckt wurde, und betont die Kontinuität des Bundes Gottes mit seinem Volk – ungeachtet dessen Sünden. Der einleitende Teil legt den Grundstein für die weitere Untersuchung wichtiger Ereignisse und Prophezeiungen und zeigt bereits das interpretative Konzept auf, das Newton im gesamten Text anwendet.