„Georgicon“ von Vergil ist ein Gedicht, das wahrscheinlich im Jahr 29 v. Chr. veröffentlicht wurde. In diesem Werk wird die Landwirtschaft nicht als idyllische Beschreibung ländlicher Lebensweise dargestellt, sondern als der Kampf der Menschheit gegen eine feindselige Natur. Das in vier Bücher unterteilte Werk behandelt Themen wie den Anbau von Feldfrüchten, den Weinanbau, die Viehzucht und die Imkerei. Durch technische Anleitungen sowie mythologische Erzählungen – darunter die Geschichten von Aristaeus und Orpheus – untersucht Vergil die Spannungen zwischen menschlicher Arbeit und der Macht der Natur, zwischen „goldenen Zeiten“ und der gegenwärtigen Realität, zwischen ländlichen Tugenden und städtischer Korruption. Auf diese Weise verbindet er didaktische Ziele mit epischen Elementen.