„Thespis (Kurzromane und Erzählungen)“ von Carlos O. Bunge ist eine Sammlung von Kurzromanen und Erzählungen, die Anfang des 20. Jahrhunderts verfasst wurden. Das Buch erkundet verschiedene Themen anhand einer Vielzahl unterschiedlicher Charaktere und Stimmungen und würdigt damit das künstlerische Erbe des antiken Griechen Thespis – der als Begründer des Theaters gilt. Der einleitende Teil deutet darauf hin, dass Bunges Werke Elemente von Drama und persönlicher Reflexion miteinander verbinden und die Komplexität des menschlichen Erlebens hervorheben. Zu Beginn des Buches steht ein Prolog, der Thespis selbst ehrt und seine Bedeutung als „Vater des griechischen Theaters“ durch die Einführung des Dialogformates in den Aufführungen betont. Diese Einleitung legt den Grundstein für die folgenden Erzählungen – beginnend mit „El último grande de España“, welches das Leben eines jungen Adligen namens Pablo schildert. Pablo wird tief von den Werten beeinflusst, die ihm seine Familie sowie seine dominante Schwester Eusebia auferlegen; die Geschichte zeigt seine inneren Konflikte zwischen Pflicht und Liebe angesichts der strengen aristokratischen Erwartungen sowie seiner Beziehungen zu vergangenen Einflüssen und zeitgenössischen gesellschaftlichen Drücken.