„Memórias“ von Raul Brandão ist ein Memoir, das Anfang des 20. Jahrhunderts verfasst wurde. Dieses Werk reflektiert die persönlichen Erfahrungen, Erinnerungen und Beobachtungen des Autors über Leben, Tod und die Essenz der Existenz. Durch eine Reihe von Betrachtungen geht Brandão auf die bewegenden Momente seines Lebens ein und berührt Themen wie Nostalgie, Verlust und den Lauf der Zeit – ebenso wie die Einflüsse jener Menschen, die ihn geprägt haben. Der Beginn von „Memórias“ führt die Leser in die nachdenkliche Natur des Autors ein; er reflektiert über sein Leben mit sowohl Reue als auch Wertschätzung. Brandão räumt zunächst mit seinen früheren Fehlern und Leidenschaften auf und drückt Dankbarkeit dafür aus, die Möglichkeit gehabt zu haben, das „verkommenste Schauspiel des Lebens“ zu beobachten. Er teilt lebendige Erinnerungen an seine Kindheit mit und hebt kurze, aber bedeutende Momente hervor, die sein Leben geprägt haben – von dem Tod seines Vaters bis hin zu den nachhallenden Eindrücken seines Elternhauses aus seiner Kindheit. Die Atmosphäre des Textes ist von Sehnsucht und Melancholie durchdrungen; Brandão erkennt die Vergänglichkeit des Lebens sowie die verblassenden Eindrücke derer, die er verloren hat – was einen nachdenklichen Ton des gesamten Memoirs prägt.