„Seductio Ad Absurdum“ von Emily Hahn ist ein provokatives Handbuch, das Anfang des 20. Jahrhunderts verfasst wurde. Dieses Werk untersucht die Prinzipien und Methoden der Verführung und versucht, die oft missverstandenen und vereinfachten Vorstellungen von dieser Kunst in etwas Analytischeres und Strukturierteres umzuwandeln. Es beleuchtet die Entwicklung der Verführung im historischen Kontext sowie in modernen Interpretationen und bietet gleichzeitig praktische Anleitungen für angehende Verführer. Der Einleitung des Buches führt das Konzept der Verführung als komplexe soziale Praxis ein, die bislang nur unzureichend erforscht wurde. Hahn erörtert die Mehrdeutigkeit des Begriffs „Verführung“, stellt verschiedene Definitionen vor und plädiert für eine zeitgenössische Auffassung dieses Begriffs, die seine fließende Natur sowie sich wandelnde gesellschaftliche Normen berücksichtigt. In dieser Einleitung betont sie außerdem die Entwicklung der Verführung von historischen Praktiken, die durch starre Geschlechterrollen geprägt waren, hin zu einem modernen Verständnis, das die Komplexität menschlicher Beziehungen und Wünsche anerkennt. Diese Einführung bildet die Grundlage für die verschiedenen Lektionen sowie hypothetischen Experimente zur Verführung, die im weiteren Verlauf des Buches folgen.