„Die Entwicklung der Moral“ von Ellen Key ist eine wissenschaftliche Veröffentlichung aus dem späten 19. Jahrhundert. Das Buch untersucht die Entwicklung der Moral aus historischer und anthropologischer Sicht und beschreibt den moralischen Wandel von primitiven Gesellschaften hin zu fortschrittlicheren ethischen Orientierungen. Ellen Key legt besonderes Augenmerk auf Konzepte wie Egoismus und Altruismus als grundlegende Kräfte, die die moralische Entwicklung in verschiedenen Phasen der menschlichen Gesellschaft vorantreiben. Der Beginn des Textes bereitet den Weg für eine gründliche Untersuchung der Moral, indem er das Verhalten prähistorischer Menschen mit dem von heutigen „Wilden“ vergleicht. Ellen Key vertritt die Ansicht, dass sowohl die Instinkte zum Selbstschutz als auch zur Pflege der eigenen Familie sich in komplexen moralischen Handlungen äußern. Zudem erörtert sie die biologischen Grundlagen von Gedächtnis und Lernen im Zusammenhang mit der moralischen Entwicklung und geht davon aus, dass moralische Konzepte aus dem Zusammenspiel individueller und sozialer Bedürfnisse entstehen. Ellen Key argumentiert, dass sich die Moral in verschiedenen Phasen entwickelt – wobei sie dabei zwischen tierischen, „wilden“, barbarischen und industriellen Formen der Moral unterscheidet – und zeigt auf, wie diese Entwicklungsphasen die sich verändernden Einstellungen gegenüber Leben, Eigentum und zwischenmenschlichen Beziehungen widerspiegeln.