„Selling Latin America: A Problem in International Salesmanship“ von William E. Aughinbaugh ist ein detaillierter Leitfaden zum internationalen Handel, der sich speziell auf das Verkaufspotenzial in Lateinamerika konzentriert und Anfang des 20. Jahrhunderts verfasst wurde. Das Buch ist besonders aktuell, da es die Chancen hervorhebt, die amerikanischen Unternehmen nach dem Ersten Weltkrieg in einem von europäischen Märkten beeinträchtigten Umfeld geboten wurden. Aughinbaugh bietet Einblicke in die besonderen Merkmale, Anforderungen und Potenziale der verschiedenen lateinamerikanischen Länder und gibt praktische Ratschläge für den Umgang mit dem Außenhandel – beispielsweise hinsichtlich kultureller Verständnisse und effektiver Verkaufsstrategien. Der Einstieg des Buches bereitet den Leser auf das Verständnis der aktuellen Geschäftssituation vor, indem historische Kontexte sowie frühere Handelsbeziehungen erörtert werden. Es wird darlegt, wie sich die Kriegsdynamiken zu Gunsten der Vereinigten Staaten entwickelt haben; Europa sei in dieser Zeit anderweitig beschäftigt gewesen, wodurch amerikanische Unternehmen eine günstige Position hatten, diese noch unerschlossenen Märkte zu erschließen. Der Autor weist außerdem auf die reichen Ressourcen, das landwirtschaftliche Potenzial sowie die sich entwickelnden Verbrauchermärkte der lateinamerikanischen Länder hin und betont, dass diese unter Berücksichtigung der Fähigkeiten der amerikanischen Industrie zu gegenseitig vorteilhaften Handelsbeziehungen führen könnten. Diese grundlegende Einsicht ermöglicht es den Lesern, die anschließenden detaillierten Analysen zu einzelnen Ländern sowie den besonderen Handelsstrukturen in diesen Regionen voll und ganz zu verstehen.