Essays, or discourses, vol. 4 (of 4) : Selected from the works of Feyjoo, and…

Feijoo, Benito Jerónimo, 1676-1764

Über dieses Buch

„Essays, or discourses, vol. 4 (of 4) : Selected from the works of Feyjoo, and….“ von Feyjoo ist eine Sammlung philosophischer Essays aus dem späten 18. Jahrhundert. Der Band versammelt kurze, argumentative Stücke zur Naturphilosophie, Erkenntnistheorie und Moral, die die überlieferte aristotelische Lehre in Frage stellen und ein vorsichtiges, experimentgestütztes Denken fördern. Zu erwarten sind lebendige „Paradoxa“, die gängige Meinungen über Feuer, Luft, Wasser und Qualitäten umstürzen, neben Reflexionen über die Grenzen menschlicher Erkenntnis und die Anmaßungen gelehrter Zurschaustellung. Der Band spricht Leser der Aufklärungsdenkweise, der Wissenschaftsgeschichte und der skeptischen Philosophie an. Der Auftakt des Bandes bietet ein Inhaltsverzeichnis und geht dann zu „Physical Paradoxes“ über, wo der Autor aus Experimenten folgert, dass die durch Brennspiegel gebündelte Sonnenhitze das Elementarfeuer übertrifft, dass Luft ohne den Einfluss der Sonne von Natur aus kalt ist und dass Wasser zur Festigkeit neigt, nicht zur Flüssigkeit. Er behauptet, sogenannte „okkulte Qualitäten“ seien nicht dunkler als vertraute (Magnetismus gegenüber Wärme), vereinte Kräfte seien nicht immer stärker (unter Berufung auf Faden- und Seilversuche) und Schwankungen von Sonnenlicht und Wärme rührten teilweise von Sonnenflecken her; er erklärt, warum ein Brennglas in der Kälte besser wirkt und warum der Kegel einer Flamme eine erzwungene Form infolge des Luftdrucks ist. Anschließend behauptet er, Metalle wohnten in Pflanzen (magnetische Teilchen in Asche, „metallische Vegetation“ und eine kühne Vermutung, die den Erdmagnetismus mit allgegenwärtigem Eisen verknüpft), bevor „On Sceptical Philosophy“ beginnt: die Unterscheidung kluger von extremer Zweifel, eine Neubewertung der antiken Skeptiker und die Verteidigung eines praktischen Vertrauens in „experimentelle“ Evidenz gegen Traum- und Täuschungsargumente. Dieser Auftakt gipfelt in der These, dass Naturphilosophie Wahrscheinlichkeit statt Demonstration liefert, veranschaulicht dadurch, wie unsicher unsere Bestimmungen von Arten, Gattungen und selbst des „Menschen als vernünftigem Lebewesen“ bleiben, wobei sich Zweifel bis zur Empfindung der Tiere und zur Sensibilität der Pflanzen erstrecken.

Autor
Feijoo, Benito Jerónimo, 1676-1764
Leseniveau
C1 · Fortgeschritten
Sprache
English