Locura y muerte de Nadie : Novela

Jarnés, Benjamín, 1888-1949

Über dieses Buch

„Locura y muerte de Nadie“ von Benjamín Jarnés ist ein Roman, der Anfang des 20. Jahrhunderts geschrieben wurde. Es handelt sich um eine modernistische, introspektive Auseinandersetzung mit Identität und Anonymität in einer belebten Stadt – mit Juan Sánchez y Sánchez als zentraler Figur. Juan ist überzeugt, „Nadie“ zu sein; Arturo hingegen beobachtet ihn distanziert aus der Ferne. Durch Banken, Bars, Schlafzimmer und Kabarets wird die Instabilität des Selbst, der Einfluss der Menge sowie die Verführungen des Verlangens thematisiert. Zu Beginn des Romans trifft Arturo Juan in einem hektischen Bankgebäude – dort verschmelzen Zahlen, Maschinen und Warenpreise die Menschen zu abstrakten „Typen“. Doch Juan zeigt auf seiner Brust ein tätowiertes Zeichen als verzweifeltes Beweis für seine Identität. Beim Trinken gesteht Juan seinen Schrecken davor, überhaupt nicht existent zu sein; Arturo, ein Versicherungsinspektor, drängt ihn dazu, konkrete Maßnahmen zu ergreifen – anstatt nur abstrakte Theorien zu diskutieren. Ein weiterer Handlungsstrang beschreibt Arturos heimliche Beziehung zu Rebeca; ihre sinnliche Ausstrahlung steht im Kontrast zu ihren Diskussionen über Essenz und Existenz. Als Arturo später zu Juan nach Hause zum Abendessen kommt, tritt Rebeca als Juans Frau Matilde auf – was zu einer angespannten Situation zwischen den vier Personen führt. Eine Nacht in einem Kabarett vertieft die Identitätskrise: Juan wird kurzzeitig „erkannt“, wird jedoch wieder abgewiesen, als die Frau erkennt, dass er nicht der Mann ist, für den sie ihn hielt. Der Abschnitt endet mit einer plötzlichen Hoffnung – einer Einladung von Gräfin de Monte Azul –, die Juan als mögliche Quelle seiner noblen Abstammung betrachtet und als Möglichkeit sieht, seine schwankende Identität zu festigen.

Autor
Jarnés, Benjamín, 1888-1949
Sprache
Español