„Mystik und Logik sowie andere Essays“ von Bertrand Russell ist eine Sammlung philosophischer Abhandlungen, die Anfang des 20. Jahrhunderts verfasst wurden. Die Essays untersuchen den Zusammenhang zwischen Mystik und Wissenschaft und zeigen auf, wie diese beiden Ansätze die Philosophie sowie das menschliche Verständnis geprägt haben. Russell erörtert die Grenzen sowohl mystischer Erfahrungen als auch wissenschaftlicher Argumentation und strebt letztendlich ein Gleichgewicht zwischen beiden an. Der Eröffnungsartikel dieser Sammlung ist der Essay „Mystik und Logik“, in dem Russell den historischen Konflikt zwischen mystischen und wissenschaftlichen Ansätzen in der Philosophie erläutert. Mithilfe von Persönlichkeiten wie Heraklit und Platon veranschaulicht er deren gegensätzliche, doch miteinander verbundene Sichtweisen. Russell argumentiert, dass Mystik zwar tiefgreifende Einsichten in die menschliche Erfahrung bietet, diese jedoch ohne die Grundlagen der wissenschaftlichen Methode leicht zu reinen Illusionen werden können. Er betont daher die Notwendigkeit eines philosophischen Ansatzes, der beide Bereiche synthetisiert, und warnt vor den Gefahren einer dogmatischen Anhängerschaft an einen dieser beiden Wegweiser. Diese einleitende Diskussion legt den Grundstein für eine nachdenkliche Auseinandersetzung mit der Philosophie und ihren Zielen bei der wahren Erkenntnis der Realität und setzt den Ton für die folgenden Abhandlungen.