„Magyar népmesék“ von János Erdélyi ist eine Sammlung ungarischer Volksmärchen, die Mitte des 19. Jahrhunderts verfasst wurde. Diese Zusammenstellung umfasst verschiedene Erzählungen, die reich an kulturellem Erbe sind – darunter Legenden, traditionelle Geschichten, Sprichwörter sowie Elemente der Volkskultur. Die Märchen enthalten häufig bekannte Motive wie Gut und Böse, die Prüfungen von Helden sowie magische Verwandlungen, welche in der Volksliteratur typisch sind. Der Einleitungsteil gibt einen Überblick über den Zweck dieser Sammlung und ihre Bedeutung für den Erhalt ungarischer Volksbräuche. Darin wird die Bedeutung des Geschichtenerzählens im kulturellen Gefüge Ungarns hervorgehoben, und anschließend werden einige der Märchen vorgestellt – beginnend mit „A liliomleány“, in dem von einem guten König erzählt wird, der auf der Suche nach einer würdigen Braut ist und dabei von einem mystischen Freund sowie bezauberten Wesen unterstützt wird. Die Erzählung vereint Abenteuer, Romantik und das Übernatürliche und verkörpert somit den Kern der Volkskultur – die darin besteht, zu unterhalten und gleichzeitig moralische Lektionen sowie kulturelle Weisheiten zu vermitteln.