„Die hundert besten Lyrikwerke der spanischen Sprache“ von Menéndez y Pelayo ist eine Sammlung lyrischer Gedichte, die Anfang des 20. Jahrhunderts zusammengestellt wurde. Diese Anthologie enthält ein Auswahl von hundert Gedichten, die aus dem reichen Schatz der spanischen Literatur – sowohl der Antike als auch der Moderne – ausgewählt wurden; zeitgenössische Werke contemporaner Autoren wurden dabei bewusst ausgeschlossen. Der Schwerpunkt der Sammlung liegt darauf, angesehene Dichter des „Goldenen Zeitalters“ der spanischen Poesie zu würdigen und gleichzeitig leicht verständliche Werke vorzustellen, die die Entwicklung lyrischer Formen im Laufe der spanischen Literaturgeschichte widerspiegeln. Der Einleitung der Anthologie beinhaltet ein Vorwort, in dem die Herausforderungen bei der Auswahl einer so vielfältigen Sammlung erörtert werden; dabei räumt der Autor auch mit der Subjektivität ein, die bei solchen Entscheidungen unweigerlich besteht. Menéndez y Pelayo betont die Wichtigkeit, die Integrität der Texte zu wahren – daher wurden ausschließlich Werke ab dem 15. Jahrhundert aufgenommen, wobei besonders die poetischen Schätze des 16. und frühen 17. Jahrhunderts hervorgehoben werden. Die ersten enthaltenen Gedichte besitzen große historische Bedeutung und behandeln Themen wie Liebe, Verlust und Natur; sie laden den Leser ein, auf eine Reise durch die expressive Tiefe und Schönheit der spanischen Lyrik zu begeben.