„El manco de Lepanto“ von Manuel Fernández y González ist ein historischer Roman, der Ende des 19. Jahrhunderts geschrieben wurde. Die Geschichte verwebt auf kunstvolle Weise das Leben des berühmten Schriftstellers Miguel de Cervantes mit romantischen und komödiantischen Elementen vor dem Hintergrund der spanischen Gesellschaft des 16. Jahrhunderts. Cervantes, der Themen von Liebe und Missgeschick erkundet, begegnet einer schönen Witwe namens Doña Guiomar, deren Leben von Geheimnissen und Nöten erfüllt ist. Der Beginn des Romans führt uns in einen Barbierladen in Sevilla, betrieben von einem Mann, der nur als „Viváis-mil-años“ bekannt ist. Er ist eine schillernde Figur, die ihrem Handwerk mit Freude nachgeht, mit den Nachbarn gesellig verkehrt und sich an geheimnisvollen Gebräuen versucht. Eines Tages bemerkt er eine Adlige, die ein Haus von zweifelhaftem Ruf besucht, von dem es heißt, es spuke dort. Als er von der Witwe Doña Guiomar fasziniert wird, deutet die Erzählung auf die Intrigen und Romanzen hin, die sich entfalten werden, insbesondere als Cervantes auftritt und eine Mischung aus Abenteuer, Komödie und Liebe verspricht, verflochten mit dem Aberglauben der Zeit. Die Verbindung von Cervantes’ historischer Identität und der fesselnden Geschichte der Doña Guiomar bereitet eine lebendige Bühne für das folgende Drama.