„Kinder mit einem IQ über 180 nach der Stanford-Binet-Skala: Herkunft und Entwicklung“ von Leta S. Hollingworth ist eine wissenschaftliche Studie, die Anfang des 20. Jahrhunderts verfasst wurde. Das Werk befasst sich mit den Besonderheiten, dem Entwicklungsverlauf sowie den pädagogischen Anforderungen von Kindern, die bei der Stanford-Binet-Intelligenzprüfung einen Wert über 180 erzielen – eine seltene Auszeichnung für Personen mit außergewöhnlichen intellektuellen Fähigkeiten. Durch eine Kombination aus Fallstudien und theoretischen Ansätzen soll das Buch dazu beitragen, ein besseres Verständnis für hochbegabte Kinder sowie der Auswirkungen ihrer besonderen Fähigkeiten auf ihre Bildung und Sozialisierung zu gewinnen. Zu Beginn des Manuskripts beschreibt Hollingworth ausführlich ihre umfangreichen Beobachtungen und Forschungen, die sie über einen Zeitraum von 23 Jahren durchgeführt hat – beginnend mit ihrem ersten Treffen mit einem Kind, dessen IQ über 180 lag. Aufrichtig teilt sie auch die Herausforderungen sowie ethischen Aspekte bei der Untersuchung hochbegabter Kinder mit und betont dabei die Wichtigkeit ihrer Privatsphäre sowie eine sensible Behandlung ihrer Fälle. Diese Einleitung unterstreicht ihre Entschlossenheit, außergewöhnliche Kinder gründlich zu untersuchen – was die Grundlage für die folgenden Kapitel bildet, die sowohl der Gestaltung von Bildungspolitik dienen als auch dazu beitragen sollen, ein besseres gesellschaftliches Verständnis für Personen mit solchen außergewöhnlichen intellektuellen Fähigkeiten zu fördern.