„Kampfgeschichten von C. Louis Leipoldt“ ist eine Sammlung von Kindererzählungen, die Anfang des 20. Jahrhunderts verfasst wurden. Sie basieren auf Fabeln, Volkslegenden sowie spielerischen mündlichen Erzähltechniken und führen uns sowohl durch das südafrikanische Veld als auch in fernen „östliche“ Gebiete. Humor, rasche moralische Wendungen sowie listige Elemente prägen diese Geschichten. Man findet darin lebhafte Erzähler, sprechende Tiere sowie farbenfrohe Szenenbeschreibungen, die sich direkt an junge Zuhörer richten. Die Sammlung beginnt mit einem kurzen Vorwort, das erklärt, dass es sich um Geschichten handelt, die in Schullagern für jüngere Kinder erzählt werden, gefolgt von einem Inhaltsverzeichnis. Die erste Erzählung ist eine urzeitliche Fabel: Ein hungriger Jäger wird von einem einst blinden Mann überlistet; dieser erhält schließlich eine Herde Rinder und schickt den Jäger fort – so sagen die Buschmänner, um aus ihm den ersten „Buschmann“ zu machen. Danach folgt die Geschichte von Abdoels Gewürzladen am Kap: Der alte Ladenbesitzer erzählt eine ernste Parabel über einen stolzen Höfling, der gegen einen König konspiriert und schließlich von einer klugen, grausamen Justiz besiegt wird. Anschließend berichtet Abdoel die Geschichte des Fischerjungen Sadiah, eines goldenen Otters sowie eines gierigen Zauberers, der durch sein eigenes Messer zu Fall kommt. Eine weitere Kurzgeschichte handelt von einem Raben, der einen Schlangen überlistet und diesen wieder unter denselben Felsen lockt. Die Sammlung endet in China mit einer kleinen Erzählung über ein kleines Feuerwerk, das auf einem Kanalboot zu einem mit Laternen erleuchteten kaiserlichen Fest geführt wird – gerade als der Kaiser Tee und Feuerwerke vorbereitet… Die Szene endet abrupt.