The six books of Proclus, the Platonic successor, on the theology of Plato…

Proclus, 412-485

Über dieses Buch

„Die sechs Bücher des Proklos, des platonischen Nachfolgers, über die Theologie Platons…“ ist eine philosophische Übersetzung und Kommentararbeit aus dem frühen 19. Jahrhundert. Sie präsentiert Prokloses neuplatonische Theologie sowie damit verbundene Abhandlungen auf Englisch und wird von einer umfangreichen Einleitung eingeleitet, die für eine hierarchische, „wissenschaftliche“ heidnische Theologie eintritt – eine Theologie, die aus dem Unausdrücklichen hervorgeht und durch untergeordnete göttliche Wesen das Universum belebt. Das Werk richtet sich an Leser des späten Platonismus und der klassischen Theologie und untersucht deren Schnittpunkte mit jüdischen und christlichen Traditionen. Die Einleitung legt die Argumentation des Übersetzers für eine streng begründete griechische Theologie dar: Von Orpheus über Pythagoras bis zu Plato und Proklos steht das Unausdrückliche jenseits des Seins; von diesem ausgeht eine Kette göttlicher Einheiten (die Götter), die wiederum alle Ebenen der Realität prägen. Der Übersetzer verteidigt dieses System gegen moderne Spottvorwürfe, indem er auf die Septuaginta, Paulus, die Kirchenväter sowie die Scholastiker zurückgreift und argumentiert, dass die Heilige Schrift selbst die Existenz zahlreicher niedrigerer Götter/Engel sowie „seelebehafteter“ Himmelsregionen nahelegt. Zudem zitiert er Synesios, Kepler und Berkeley, um die Vorstellung einer „Weltseele“ sowie lebender Sterne zu untermauern und diese Konzepte mit der newtonischen Krafttheorie in Gegensatz zu setzen. Er unterscheidet außerdem zwischen echter hellenischer Frömmigkeit und der Verherrlichung von Menschen, betrachtet Statuen und Tierkulte eher als symbolische Hilfsmittel denn als reale Gottheiten (unter Berufung auf Sallustius, Maximus von Tyre, Plutarch und Julian) und kritisiert die katholische Verehrung von Bildern und Heiligen als eine noch schlimmere Form des Heidentums. Die Einleitung schließt damit ab, dass Prokloses Werk als eine „wissenschaftliche“ Darstellung göttlicher Prozesse zu verstehen ist – ein Werk, das jedoch nur gut vorbereiteten Lesern zugänglich ist – und lobt dabei Prokloses Schreibstil.

Autor
Proclus, 412-485
Sprache
English