„Die Entwicklung des Gefühls für die Natur im Mittelalter und in der Neuzeit“ von Alfred Biese ist eine historische Abhandlung, die Anfang des 20. Jahrhunderts verfasst wurde. Das Buch untersucht die Entwicklung der Beziehung der Menschheit zur Natur und zeigt auf, wie sich dieses Gefühl von der Antike über das Mittelalter bis in die Neuzeit verändert hat – wobei verschiedene Epochen sowie die literarischen Ausdrucksformen dieser Empfindungen im Fokus stehen. Am Anfang des Textes erläutert Biese seine Absichten und den Kontext dieser Untersuchung. Er erörtert die historische Bedeutung der Natur im menschlichen Leben und weist darauf hin, wie physische Landschaften sich in kulturellen Produkten sowie emotionalen Reaktionen widerspiegeln. Damit legt Biese den Grundstein für eine gründliche Analyse der Wechselwirkungen verschiedener Zivilisationen mit der Natur und betont die zentrale Rolle der Literatur als Spiegel der Gefühle einer Gesellschaft gegenüber der natürlichen Welt. Zudem hebt er die Spannung zwischen den transzendenten Ansichten des Christentums und den intimeren, in früheren heidnischen Traditionen verwurzelten Sichtweisen hervor und deutet an, dass diese Themen im weiteren Verlauf des Werkes genauer untersucht werden.