„Machiavelli, Band I“ von Niccolò Machiavelli ist eine historische Abhandlung, die Anfang des 16. Jahrhunderts verfasst wurde. Dieses Werk befasst sich hauptsächlich mit politischer Theorie und Militärstrategie und erläutert die Mechanismen der Herrschaft sowie die notwendigen Voraussetzungen für den Erhalt von Macht. Ein bedeutender Aspekt des Bandes ist die Untersuchung der Führungseigenschaften, die zum Erfolg oder Misserfolg eines Staates beitragen können – insbesondere im Kontext der instabilen politischen Verhältnisse Italiens zur Renaissancezeit. Der Beginn des Werkes gibt Einblicke in Machiavellis Reflexionen über sein Leben als Schriftsteller nach seiner Inhaftierung und dem Verlust an Ansehen. Er beschreibt seine tägliche Routine, die aus Zeit im Freien, Lesen sowie familiären Pflichten besteht, und drückt zugleich seinen Wunsch aus, sich mit den großen Denkern der Vergangenheit auseinanderzusetzen. Diese Einleitung macht deutlich, dass sein Streben nach Wissen sowohl eine persönliche Quelle der Trost als auch ein Mittel war, um ein Werk – „De Principibus“ – zu verfassen, das neuen Führungskräften Ratschläge zur Natur der Herrschaft und Regierung geben sollte. Als er sich anschließend dem Bereich des Krieges zuwendet, betont er die entscheidende Verbindung zwischen effektiver Militärstrategie und politischer Stabilität und legt so den Grundstein für seine weiteren Betrachtungen über Staatskunst im gesamten Werk.
Enthält: „Die Kunst des Krieges“, übersetzt von Peter Whitehorne (1560), sowie „Der Prinz – mit einigen Anmerkungen und Kritiken zu seinen Fehlern“, übersetzt von Edward Dacres (1640).