„Agulha em Palheiro“ von Camilo Castelo Branco ist ein Roman, der Mitte des 19. Jahrhunderts geschrieben wurde. Die Erzählung beginnt im Jahr 1803 und dreht sich um das Leben von Francisco Lourenço Gomes – einem talentierten und ehrgeizigen Schuhmacher aus Lissabon, der den Dichter Manuel Maria Barbosa du Bocage verehrt. Zentrale Themen des Romans sind Liebe, Ehrgeiz sowie die Verflechtung sozialer Klassen; insbesondere zeigt sich dies darin, wie Francisco durch Poesie und persönliche Kontakte danach strebt, mehr zu sein als nur ein Handwerker. Zu Beginn des Romans lernen die Leser Francisco im Alter von achtzehn Jahren kennen – er führt bereits das Schuhgeschäft seines Vaters. Seine Bewunderung für Bocage veranlasst ihn, dem Dichter hochwertig gefertigte Stiefel zur Verfügung zu stellen; dadurch gelangt er in die literarischen Kreise Lissabons. Je mehr sich Francisco der Poesie sowie seinen Gefühlen für seine Geliebte Maria Luciana widmet, desto deutlicher werden die Spannungen zwischen seinen bescheidenen Herkunftsmitteln und seinen Ambitionen auf ein besseres Leben. Diese einleitende Phase legt den Grundstein für Franciscos inneren Kampf, die gesellschaftlichen Herausforderungen sowie die Hoffnung, die Poesie und Liebe in sein Leben bringen.