„China, Japan und die USA“ von John Dewey ist eine philosophische Untersuchung, die sich auf die zeitgenössischen Verhältnisse im Fernen Osten sowie deren Auswirkungen auf die Washington-Konferenz konzentriert und Anfang des 20. Jahrhunderts verfasst wurde. Der Text analysiert die komplexen und oft angespannten Beziehungen zwischen Japan, China und den Vereinigten Staaten in einer entscheidenden Phase der internationalen Politik – eine Zeit, die durch den wachsenden Einfluss Japans sowie die Folgen des westlichen Imperialismus geprägt war. Zu Beginn wird auf die deutlichen Unterschiede in der politischen Atmosphäre und der öffentlichen Stimmung zwischen Japan und China hingewiesen; insbesondere die Unsicherheit Japans bezüglich seines internationalen Status sowie die weit verbreitete Angst Chinas, von japanischen Interessen dominiert zu werden, werden thematisiert. Dewey kritisiert außerdem, wie diplomatische Botschaften in beiden Ländern unterschiedlich interpretiert werden, und zeigt damit eine tiefe psychologische Kluft auf. Mit konkreten Beispielen zum wachsenden wirtschaftlichen Einfluss Japans sowie dessen militärischer Präsenz in China unterstreicht er die dringende Notwendigkeit einer differenzierteren Betrachtung der Ost-West-Beziehungen in dieser turbulenten Zeit.