„Les soirées de l’orchestre“ von Hector Berlioz ist eine Sammlung von Erzählungen, die 1852 veröffentlicht wurde. In diesem satirischen Werk stellt Berlioz Orchestermusiker vor, die sich so langweilen, während sie mittelmäßige Opern spielen, dass sie während der Aufführungen miteinander Geschichten erzählen. Wenn Meisterwerke von Mozart, Beethoven oder Weber aufgeführt werden, herrscht Stille – keine Geschichten werden mehr erzählt. Durch Humor und scharfen Witz kritisiert Berlioz die musikalische Welt seiner Zeit und bietet zugleich Einblicke in das Konzertleben des 19. Jahrhunderts, Theaterintrigen sowie seine eigenen künstlerischen Leidenschaften.