„Öreg szekér fakó hám: Újabb elbeszélések“ von Kálmán Mikszáth ist eine Sammlung von Kurzgeschichten, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden. Das Werk spiegelt vermutlich das soziokulturelle Leben Ungarns in jener Zeit wider und verbindet Elemente von Folklore, Humor und Gesellschaftskritik. In den verschiedenen Erzählungen begegnen die Leser reich gezeichneten Figuren und ihren Wechselwirkungen in einem spezifisch ungarischen Kontext und begegnen Themen von Tradition und Moderne. Der Beginn dieser Sammlung führt in eine Geschichte ein, deren Mittelpunkt Lányi Pál ist, ein Gutsbesitzer, der großen Stolz auf zwei von ihm gepflanzte Linden legt. Seine Bindung an die Bäume wird nahezu obsessiv, während er sie pflegt und ihre Schönheit schätzt. Der Text offenbart die Verflechtung menschlichen Lebens mit der Natur sowie ein Gefühl drohenden Verlusts, das sowohl die Bäume als auch Pál selbst betrifft. Im Fortgang der Erzählung deuten sich Themen von Sterblichkeit, Vermächtnis und den Folgen menschlichen Handelns an und bereiten den Boden für eine Geschichte voll philosophischer Untertöne und der Vielschichtigkeit menschlicher Empfindungen im Verhältnis zu ihrer Umwelt.