„Puer Romanus“ von R. B. Appleton und W. H. S. Jones ist ein lateinischer Leseband für Schüler, der Anfang des 20. Jahrhunderts verfasst wurde. Dieses Werk dient als Brücke zwischen Einführungslektüren und der eigentlichen lateinischen Literatur und soll das Verständnis durch Erzähl- und Gesprächsübungen fördern. Der Roman stellt Lucius vor – einen zwölfjährigen römischen Jungen, der seine Lebenserfahrungen, seine familiäre Herkunft sowie seine Ausbildung im Kontext der antiken römischen Kultur schildert. Der Beginn des Textes legt den Rahmen für Lucius’ Geschichte: Er stellt seine Familie vor – seinen Vater Sextus Cornelius Pollio, seine Mutter Terentia und seine Geschwister – und beschreibt ihr tägliches Leben in Rom. Zudem teilt er seine Erfahrungen mit einem strengen Lehrer mit, der Lernen über Spiel setzt, und gibt einen Überblick über seine Ausbildung, einschließlich des Studiums lateinischer Dichter wie Horaz und Vergil. Lucius’ Erzählung befasst sich nicht nur mit seinem Familienleben, sondern auch mit allgemeineren Aspekten der römischen Gesellschaft – einschließlich politischer Strukturen und Bräuche. Dieser erste Einblick in Lucius’ Leben bietet eine fesselnde Einführung in das kulturelle und Bildungssystem des antiken Roms.