„Povești“ von Ioan Slavici ist eine Sammlung von Kurzgeschichten, die Ende des 19. Jahrhunderts verfasst wurden. Die Erzählungen dieser Sammlung sind reich an Folklore und behandeln verschiedene Themen – Helden, Magie sowie moralische Lektionen – und spiegeln somit eine tiefe Verbindung zur rumänischen Kultur und Mythologie wider. Der Beginn der Geschichte „Zâna Zorilor“ stellt einen mächtigen und rätselhaften Kaiser vor, dessen Augen auf einzigartige Weise Freude und Trauer zugleich widerspiegeln. Er hat drei Söhne: Florea, den Stärksten; Costan, den Kraftvollen; und Petru, den Jüngsten – fröhlich und musikalisch veranlagt. Die Trauer des Kaisers rührt daher, dass er befürchtet, seine Söhne könnten nicht würdige Erben sein. Als Petru mutig beschließt, den Grund für die mysteriösen Augen seines Vaters zu herausfinden, erfährt er, dass die Freude des Kaisers mit der Stärke seiner Söhne verbunden ist – während seine Trauer seine Zweifel an ihren Fähigkeiten widerspiegelt. Dies führt zu einer abenteuerlichen Reise von Petru und seinen Brüdern, bei der sie Wasser aus dem verzauberten Brunnen der „Zâna Zorilor“ holen müssen, um die Sorgen ihres Vaters zu heilen – eine Reise voller mythischer Herausforderungen und Begegnungen.