„Geschichte der Italiener, Band 12 von insgesamt 15“ von Cesare Cantù ist eine historische Abhandlung, die Ende des 19. Jahrhunderts verfasst wurde. Dieser Band bietet eine detaillierte Schilderung bedeutender Ereignisse in der italienischen Geschichte und konzentriert sich insbesondere auf die politischen Intrigen sowie Kriege, die mit den Päpstlichen Staaten verbunden waren, sowie auf die prominenten Persönlichkeiten dieser turbulenten Epoche. Der Text geht auf die komplexen Beziehungen zwischen der päpstlichen Autorität, den regionalen Fürsten sowie dem Einfluss ausländischer Mächte in Italien ein. Zu Beginn dieses Bandes wird das politische Geschehen des frühen Modernen Italiens vorgestellt; dabei wird insbesondere die Rolle des Papsttums und sein erheblicher Einfluss auf italienische Gebiete wie Ferrara und Urbino detailliert beschrieben. Ebenfalls behandelt werden die Wahlart des päpstlichen Amtes sowie die umstrittenen politischen Manöver während der Konklaven nach dem Tod eines Papstes. Mithilfe charakterbezogener Anekdoten und historischer Beispiele zeigt Cantù die Wechselwirkungen zwischen mächtigen Familien wie den Barberinis und Farneses sowie der katholischen Kirche auf und macht so die Spannungen und Konflikte dieser Epoche sichtbar – darunter auch den berüchtigten Krieg von Castro. Diese einleitende Darstellung legt den Grundstein für eine Untersuchung dessen, wie kirchliche und weltliche Mächte um die Vorherrschaft in Italien konkurrierten.