„Die Geschichte der Oper“ von E. Markham Lee ist eine historische Abhandlung, die Anfang des 20. Jahrhunderts verfasst wurde. Das Werk untersucht die Entwicklung und Veränderung der Oper als Kunstform, verfolgt ihre Ursprünge, ihren Wandel sowie die wichtigsten Einflussnehmer und nationalen Strömungen. Als zugängliche Einführung und Referenz behandelt das Buch bedeutende Komponisten, Stile, Reformen und Aufführungspraktiken der Oper und bietet gleichzeitig Orientierung für Zuhörer und Lernende. Ihr Zielpublikum umfasst sowohl interessierte Amateure als auch ernsthafte Studierende, die einen aktuellen und verständlichen Überblick über die Operntradition suchen. Der Einstieg in „Die Geschichte der Oper“ beschreibt die Oper als eine komplexe, gewissermaßen künstliche, aber dennoch äußerst ausdrucksstarke Kunstform, die sich durch ihre Abhängigkeit von kontinuierlicher Musik zur Betonung von Emotionen und Erzählung vom gesprochenen Drama unterscheidet. Mit einer Diskussion über die Schwierigkeiten bei der Definition der Oper hebt der Autor ihre wesentliche Eigenschaft hervor: Es handelt sich um ein auf der Bühne dargestelltes Drama, in dem Musik nicht nur dekorativ, sondern eine grundlegende Komponente ist. Anschließend skizziert der Text die historische Entwicklung der Oper und führt den Leser in wichtige Innovationen, Reformen sowie nationale Strömungen ein – von den frühen italienischen Experimenten über das Repertoire Deutschlands, Frankreichs und Englands bis hin zu den Einflüssen zeitgenössischer Komponisten wie Monteverdi, Gluck und Wagner. Die Darstellung beleuchtet außerdem die zyklische Natur opernhafter Trends und Reformen und betont die Bedeutung eines umfassenden Verständnisses sowohl der Musik als auch des dramatischen Inhalts, um die volle Bedeutung der Oper zu erfassen.