„Über die Erziehung eines wilden Menschen“ von Jean Marc Gaspard Itard ist eine wissenschaftliche Veröffentlichung aus dem frühen 19. Jahrhundert. Das Werk beschreibt die Erziehung und Entwicklung eines Jungen namens „Der Wilde vom Aveyron“, der in isolierter Lage im Wald aufgefunden wurde. Es behandelt Themen wie die menschliche Entwicklung, die Auswirkungen von Isolation sowie das Potenzial zur Bildung und Zivilisierung bei Personen, die ohne soziale Interaktionen aufgewachsen sind. Zu Beginn des Textes gibt Itard den Hintergrund des jungen Jungen dar, betont seinen Zustand der Vernachlässigung sowie das Fehlen an erworbenen sozialen Fähigkeiten und Intelligenz aufgrund seiner langjährigen Isolation. Die Erzählung schildert, wie der Junge von Jägern gefangen genommen und in verschiedene Einrichtungen gebracht wurde; dort zeigte er heftigen Widerstand gegen menschlichen Kontakt und bevorzugte weiterhin sein früheres wilde Leben. Itard drückt seine Entschlossenheit aus, diesen Jungen zu verstehen und möglicherweise zu erziehen, und beschreibt dabei die anfänglichen Herausforderungen sowie seine Beobachtungen bezüglich des körperlichen und geistigen Zustands des Kindes. Der Einstieg bereitet den Weg für eine detaillierte Untersuchung der Methoden und Ergebnisse, die Itard durch seine pädagogischen Bemühungen erreichen wollte – und wirft zugleich Fragen zur allgemeinen Bedeutung dieser Erkenntnisse für das Verständnis der menschlichen Entwicklung auf.