„Der Gesellschaftsvertrag und andere Abhandlungen“ von Jean-Jacques Rousseau ist ein grundlegendes Werk der politischen Philosophie, das Ende des 18. Jahrhunderts verfasst wurde. Der Text untersucht die Beziehung zwischen Individuen und Staat und fragt nach den Bedingungen, unter denen legitime politische Autorität etabliert und gerechtfertigt werden kann. Zentral in Rousseaus Argumentation ist die Idee des Gesellschaftsvertrags – dieser besagt, dass Individuen kollektiv beschließen, eine Gesellschaft zu bilden, die von der „allgemeinen Willen“ geleitet wird und auf dem Gemeinwohl beruht. Zu Beginn seines Werkes erklärt Rousseau provokativ: „Der Mensch wird frei geboren; überall jedoch ist er in Fesseln“, womit er darauf hinweist, wie soziale und politische Strukturen oft die menschliche Freiheit unterdrücken. Er stellt die Legitimität von Macht, die durch Gewalt erlangt wird, in Frage und unterscheidet zwischen natürlichen und gesellschaftlichen Bindungen. Indem er diese Themen vertieft, legt Rousseau den Grundstein für eine gründlichere Auseinandersetzung mit der Natur der Freiheit, der Rolle der Regierung sowie den Prinzipien, die legitime soziale Ordnungen untermauern.