„Por kaj kontraŭ Esperanto : Dialogo by Henri Vallienne“ ist ein polemischer Dialog aus dem frühen 20. Jahrhundert. Er führt eine begründete Debatte über eine internationale Hilfssprache und wägt Einwände und Verteidigungen des Esperanto gegeneinander ab. Als gesprächsförmiger Essay angelegt, erkundet er Sprache, Kultur und Praktikabilität und argumentiert, dass eine neutrale, leichte und regelmäßige Zunge Wissenschaft, Handel, Reisen und Verständigung fördern kann, ohne Nationalsprachen zu ersetzen. Das Buch inszeniert einen lebendigen Austausch zwischen Henriko, einem eifrigen Esperantisten, und Aleksandro, einem Skeptiker, der nach einem Zugunglück vorbeischaut. Henriko entkräftet die Behauptungen, eine erfundene Sprache sei unnatürlich oder unbrauchbar, und besteht darauf, dass Esperanto stabil bleibt, weil es unter gebildeten Nutzern als schriftliches, fremdes Medium dient, nicht als Ersatz für die Muttersprache. Er verwirft Latein als zu schwer und den modernen Bedürfnissen unangemessen, zeigt dessen Unzulänglichkeit an einer gezwungenen Übersetzung von Eisenbahnbegriffen und stellt dem die feste Aussprache, einfache Grammatik und internationalen Wurzeln des Esperanto gegenüber. Er verweist auf Kongresse, auf denen Sprecher vieler Nationen fließend miteinander sprechen, zeigt seinen Nutzen für Geschäft und Reise und preist seine Kraft, wissenschaftliche Literatur zu erschließen und den Stil der Klassiker durch geschmeidige Übersetzung widerzuspiegeln (selbst beim Rezitieren Vergils). Henriko rühmt auch seine pädagogische Klarheit und stellt es als modernen Erben des Lateinischen vor – ein Werkzeug des Friedens und der Zusammenarbeit –, bevor Aleksandro zu seinem Zug aufbricht, nur halb überzeugt, doch neugierig.