„Ungarische Grammatik“ von Charles Arthur Ginever und Ilona De Györy Ginever ist ein Sprachlehrbuch, das Anfang des 20. Jahrhunderts verfasst wurde. Es bietet einen praktischen und übersichtlichen Einstieg in die ungarische Sprache und richtet sich dabei insbesondere an Lernende. Schwerpunkte bilden Aussprache, Vokalharmonie, suffixbasierte Grammatikregeln sowie klare Verwendungshinweise – ergänzt durch Übungen, Wörterlisten und alltägliche Phrasen. Zu Beginn des Buches wird erklärt, dass es Ziel ist, den Eindruck zu widerlegen, die ungarische Sprache sei schwierig zu erlernen. Anschließend werden das Alphabet, die Laute sowie die Vokalharmonie beschrieben, ebenso wie zusammengesetzte Konsonanten und der feste Akzentfall. Es werden Artikel (a/az sowie die gelegentliche Verwendung von „egy“), grundlegende Formen der Substantivzahlgebung (einschließlich besonderer Pluralformen und Kontraktionen) sowie vier Kernkasus, die durch Suffixe ausgedrückt werden, vorgestellt. Die Besitzverhältnisse werden dabei mithilfe persönlicher Endungen sowie der Konstruktion „van“ statt „zu haben“ dargestellt. Danach werden die personalen Possessivsuffixe sowie das umfangreiche System zur Angabe von Ort und Richtung in der ungarischen Sprache erläutert – einschließlich Suffixen und Präpositionen (mit Pronomenformen). Anschließend folgen Beschreibungen von Adjektiven, Zahlen sowie der Zeitangabe. Der Abschnitt über Verben beginnt mit dem zentralen Gegensatz zwischen bestimmten und unbestimmten Konjugationen in Abhängigkeit von der Bestimmtheit des Objekts; es werden die Konjugationsmuster „iktelen“ und „ikes“ zusammen mit den wichtigsten Zeitformen erläutert, auf das Fehlen einer Passivform hingewiesen sowie Merkmale wie die Suffixe „-lak/-lek“ bei Handlungen des Subjekts gegenüber dem Objekt betont. All dies wird durch kurze Übungen und Wörterlisten ergänzt.