„Zi bu yu“ von Yuan Mei ist eine Sammlung übernatürlicher Erzählungen, die erstmals 1788 veröffentlicht wurde. Diese Anthologie aus der Qing-Dynastie enthält mehr als 700 Geschichten, die der konfuzianischen Orthodoxie widersprechen und Geister, verbotene Wünsche, Rache sowie Korruption im Alltag darstellen. Der Titel spielt ironisch auf Konfuzius’ Weigerung an, über übernatürliche Dinge zu sprechen, an. Aufgrund ihrer Popularität unterlag die Sammlung 1836 Zensur durch die Regierung. Yuan Meis Werk spiegelt das lebendige Bild der chinesischen Gesellschaft wider – Geschichten, die er von Freunden, Verwandten sowie offiziellen Dokumenten gesammelt hat. Er betrachtete seine Arbeit als die letzte Genussfreude eines alten Gelehrten.
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