L'art d'aimer: ou conseils à un jeune homme qui se destine à l'amour

Mendès, Catulle, 1841-1909

Über dieses Buch

„Die Kunst der Liebe – oder Ratschläge an einen jungen Mann, der sich der Liebe verschrieben hat“ von Mendès ist ein Leitfaden über Liebe und Verführung, der Ende des 19. Jahrhunderts verfasst wurde. Er legt für den angehenden Liebhaber eine „kühne Ethik“ fest und betont, dass Illusionen, künstlerische Darstellung, Schönheit sowie kontrollierte Gefühle – und nicht Ehrlichkeit – einen erfolgreichen Liebesverlauf bestimmen. Diese Ideen werden durch Parabeln, Maximen und soziale Kritiken vermittelt. Das Werk untersucht das Verlangen, die Grenzen unseres Wissens über die Geliebte sowie die ästhetischen Anforderungen des erotischen Lebens. Der Beginn dieses Traktats beschreibt die Liebe als eine anspruchsvolle „Berufung“ und versorgt den jungen Mann mit Prinzipien, die durchaus zweideutig sind. Das Vorwort definiert den Liebhaber als jemanden, der in der Lage ist, das Ideal zu verkörpern, das jede Frau sich vorstellt; Kapitel I preist dabei die „göttliche Lüge“ und die künstlerische Inszenierung sowohl im Verhalten des Liebhabers als auch der Geliebten – wie zum Beispiel die Geschichte einer blonden Frau, deren Haar auch nach dem Tod erhalten bleibt. Kapitel II befürwortet Selbsttäuschung als Mittel, um grauenhafte Realitäten zu verbergen; Kapitel III vergleicht die Liebe mit einem Traum und erklärt diesen für wünschenswerter als Enttäuschung. Kapitel IV fordert Schönheit und verurteilt ungleiche Beziehungen; Kapitel V zerstört den männlichen Stolz auf „Eroberung“ anhand der Geschichte von Aimée Henriot, deren Schicksal eher vom Zufall als von Verdiensten bestimmt wird. Kapitel VI betont, dass die inneren Gefühle einer Frau für andere unergründlich und unaussprechlich bleiben – selbst für Frauen selbst. Kapitel VII ruft dazu auf, bei jedem neuen Kuss wieder Unschuld zu empfinden, so wie ein Künstler jedes Werk neu betrachtet; Kapitel VIII verurteilt grauenhafte „Initiationsrituale“ für Männer und schlägt utopische „Initiatorinnen“ vor – oder im Falle ihres Fehlens die Barmherzigkeit großzügiger Frauen, um junge Menschen vor Entwürdigung zu bewahren. Kapitel IX befasst sich mit der gefährlichen Situation nach dem ersten Kuss und betont die Notwendigkeit eines sorgfältig geplanten Verhaltens – doch genau in diesem Punkt endet der Text abrupt.

Autor
Mendès, Catulle, 1841-1909
Sprache
Français

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