„Drei Millionen! – oder: Der Weg der Welt“ von Oliver Optic ist ein Roman, der Ende des 19. Jahrhunderts geschrieben wurde. Er handelt von Eugene Hungerford, einem prinzipientreuen jungen Mann aus Neuengland, der plötzlich durch den enormen Reichtum seines Onkels reich wird – unter der Bedingung, dass er heiratet und einen Sohn namens John Hungerford zeugt. Dadurch entsteht ein Konflikt zwischen Liebe, Pflicht und persönlicher Integrität. Die Handlung spielt in den Mühlen und am Hafen von Poppleton sowie auf den nahegelegenen Inseln und folgt Eugenes Gefühlen für Mary Kingman, den Annäherungsversuchen des leidenschaftlichen Künstlers Eliot Buckstone sowie den Ratschlägen seines Freundes Dick Birch. Dabei kommt es zu einem Zusammenstoß zwischen Reichtum und Charakter. Der Beginn des Romans erzählt von dem Aufstieg und dem Tod des Baltimore-Magnaten John Hungerford sowie der Lektüre seines umfangreichen Testaments: Großzügige Vermächtnisse an Freunde und wohltätige Organisationen – der größte Teil des Erbes, nämlich drei Millionen Dollar, wird jedoch bis zu Eugenes 30. Lebensjahr treuhänderisch für ihn aufbewahrt und erst dann vollständig vererbt, sofern er heiratet und einen Sohn namens John hat; andernfalls wird das Vermögen unter Familienmitglieder und Institutionen aufgeteilt. Eugene, seine Mutter und seine Schwester Julia kehren nach Poppleton zurück – noch benommen von ihrem neuen Status – während Eugene mit der Frage ringt, aus Prinzip oder aus Geldgründen zu heiraten. Er träumt davon, Pine Hill zu verbessern und bespricht zudem bescheidene Pläne zur Unterstützung armer Menschen durch wohltätige Projekte. Sein College-Freund Dick Birch wird sein Ratgeber und warnt ihn davor, dass Stolz oder der „Preis“ des Testaments echte Liebe beeinträchtigen könnten. Inzwischen entdeckt der Maler Eliot Buckstone Mary Kingman, die ihre Ruder verloren hat, und rettet sie. Eugene und Dick bringen sie anschließend sicher in ihr Zuhause auf der Insel The Great Bell. Dort fühlen sich Mary Eugenes Zurückhaltung und Steifheit unwohl – während Eliot Buckstone großes Interesse an ihr zeigt. Dies legt den Grundstein für die kommenden sozialen und romantischen Spannungen im Roman.