„Bier – seine Geschichte und sein wirtschaftlicher Wert als nationales Getränk“ von F. W. Salem ist ein historisch-wirtschaftliches Werk, das Ende des 19. Jahrhunderts verfasst wurde. Darin wird argumentiert, dass reines, gut hergestelltes Bier eine mäßige und gesunde Alternative zu destillierten Spirituosen darstellt und durch vernünftige Regulierungen gefördert werden sollte. Das Werk vereint historische Aspekte, Brauwissenschaften, öffentliche Politik sowie Sozioökonomie, um die Etablierung von Bier als nationales Getränk zu befürworten. Der einleitende Teil des Buches formuliert eine klare These: „Bier gegen Whisky“. Darin wird behauptet, dass Verbotsgesetze fehlschlagen, während zugängliches, reines Bier zur Förderung einer echten Mäßigkeit beiträgt. Anschließend wird der lange Weg des Biers von Ägypten, Griechenland und Rom über das mittelalterliche Europa beschrieben: die Brautraditionen in Klöstern, frühe gesetzliche Regulierungen sowie berühmte Bierzentren und Persönlichkeiten wie der Braumeister und Staatsmann Jacob van Artevelde oder der legendäre Gambrinus. Weiter werden die Trinkgewohnheiten der Renaissance, bekannte Biersorten wie das Eimbeck oder die Braunschweig Mumme sowie die Entwicklung der Münchner Hofbrauerei beschrieben. Zudem wird der Aufstieg und Niedergang der Bierkultur dargestellt. Der narrative Fokus wechselt schließlich auf moderne Politikmaßnahmen – Länder wie Deutschland, Österreich-Ungarn, die Niederlande, Skandinavien, Russland, Frankreich und England haben Bier zur Eindämmung des Alkoholkonsums gefördert. Es wird argumentiert, dass sich soziale Ordnung und öffentliche Gesundheit mit der Verbreitung von Bier verbesserten. Das Buch erklärt außerdem den Herstellungsprozess von Bier, erläutert seine Zusammensetzung und seinen Nährwert und widerlegt Behauptungen über Verunreinigungen anhand wissenschaftlicher Erkenntnisse sowie handelspraktischer Realitäten. Zudem werden die Kontroversen um das Bier in Newark sowie falsch zugeschriebene Aussagen zu Liebig aufgeklärt. Der Abschnitt schließt mit der Feststellung, dass Hopfen die Kunst des Brauens revolutioniert und die Vielfalt der Biersorten erweitert haben.