„Die Satiren des A. Persius Flaccus“ sind eine Sammlung satirischer Gedichte, die im 1. Jahrhundert n. Chr. verfasst wurden. Dieses Werk spiegelt die scharfe Kritik des Autors an der Gesellschaft wider – insbesondere am moralischen und sozialen Verfall in Rom. Es behandelt Themen wie Tugend, Laster sowie die Heuchelei im zeitgenössischen römischen Leben und befasst sich dabei mit Fragen der Moralphilosophie und des Stoizismus. Der Beginn der Satiren führt den Leser in Persius’ eigenständigen Stil ein, der durch Witz und scharfen Humor gekennzeichnet ist. Im Prolog sowie in der ersten Satire stellt er Fragen nach dem Wert der Poesie und den Motiven hinter seiner Schrift; dabei behandelt er sowohl gesellschaftliche Probleme als auch persönliche Herausforderungen. Er kritisiert die Oberflächlichkeit der populären Dichtung und reflektiert über die Kluft zwischen den Idealen der Philosophie und dem Verhalten seiner Zeitgenossen. Persius nutzt lebendige Bilder sowie rhetorische Fragen, um eine scharfe Analyse der moralischen Verhältnisse seiner Epoche vorzunehmen – und etabliert dabei seine einzigartige Stimme in der literarischen Tradition der römischen Satire.
Der Text dieser Ausgabe von Persius basiert im Wesentlichen auf der letzten Überarbeitung durch Jahn aus dem Jahr 1868 – Vorwort.