I, Mars

Bradbury, Ray, 1920-2012

Über dieses Buch

„Ich, Mars“ von Ray Bradbury ist eine Science-Fiction-Kurzgeschichte, die Mitte des 20. Jahrhunderts verfasst wurde. Die Geschichte handelt von Isolation und selbst zugefügtem psychischen Leiden – ein auf dem Mars gestrandeter Kolonist konfrontiert sich dort mit seiner eigenen Stimme, die in Maschinen gespeichert ist. Emil Barton bleibt nach einem Atomkrieg allein auf dem Mars zurück; um zu überleben, verbindet er den Planeten mit Telefonen sowie Tonaufnahmen seines jüngeren Selbst, um so Gesellschaft vorzutäuschen. Jahrzehnte später – nun alt und schwach – beginnen diese Aufnahmen, ihn zu quälen: Sie erinnern ihn an seine Jugend und Hoffnung, während sie seinen gegenwärtigen Verzweiflungszustand verdeutlichen. Einmal versuchte er, leere Städte mit Geräuschen, Düften – sogar Robotern – zum Leben zu erwecken; doch als diese Illusion unerträglich wurde, tötete er die Roboter. Von einem falschen Anruf eines „Raketenkapitäns“ angelockt, fährt er durch den Mars in der Hoffnung auf Rettung – findet jedoch nur leere Straßen und weitere Maschinen. In einem letzten Anfall von Wut zerstört er alle Telefone, bis sein Herz versagt. Die letzten verbliebenen Stimmen sind diejenigen zweier junger Bartons; sie sprechen und lachen fröhlich miteinander – ohne etwas von dem Tod des echten Emil Barton zu ahnen.

Anmerkungen

Ebenfalls veröffentlicht unter dem Titel: Nachtanruf – abholen.

Autor
Bradbury, Ray, 1920-2012
Sprache
English

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