„Dicionário de João Fernandes“ von Francisco Gomes de Amorim ist ein satirisches Wörterbuch aus dem späten 19. Jahrhundert. Dieses einzigartige Werk definiert portugiesische Begriffe auf humorvolle Weise durch witzige und geistreiche Kommentare und spiegelt dabei oft soziale und kulturelle Fragen in Portugal und Brasilien wider. Das Anliegen des Autors scheint darin zu bestehen, den Reichtum der portugiesischen Sprache zu erhellen und zugleich verschiedene Aspekte der Gesellschaft durch spielerische Definitionen und Anekdoten aufs Korn zu nehmen. Der Beginn des Wörterbuchs enthält ein Vorwort, in dem der Autor seine Absicht äußert, Belehrung und Unterhaltung zu verbinden, und den Einfluss eines französischen Werks mit dem Titel „Le Carnaval du Dictionnaire“ anerkennt. Er betont, dass die Definitionen darin keine bloßen trockenen Erklärungen sind, sondern mit Humor, Satire und Gesellschaftskritik durchsetzt. Die folgenden Abschnitte umfassen eine Reihe geistreicher und amüsanter Wortdefinitionen, die diesen Stil fortsetzen und veranschaulichen, wie gängige Begriffe tiefe gesellschaftliche Einsichten und Schwächen verkörpern können. Jeder Eintrag berührt ein Spektrum von Themen wie Politik, menschliches Verhalten und gesellschaftliche Normen und gibt den Ton für ein Werk vor, das zugleich sprachliche Erkundung und reflektierender Kommentar zur conditio humana ist.